Leseproben & Dokumente

"Fahre mit Gas"

Der Traum von der Gasstraßenbahn

von Dietmar Höse


ISBN-13: X-1000
Schriftenreihe: Nein
Erscheinungsjahr: 2016
Verlag: Eigenverlag
Ausgabe: Dies Auflage erscheint im Eigenverlag des Autors. Wir leiten Ihre Bestellung weiter.
Umfang / Format: 1020 Seiten, mit über 350 historische Fotos, Zeichnungen und Plänen, Format A4, Hardcover
Medium: Buch

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inkl. MwSt. zzgl. Versand

Beschreibung

Die kurze, aber interessante Geschichte der Gasstraßenbahn in Deutschland, Europa und Nordamerika

Mit dem bisher umfangreichsten Band zur internationalen Entwicklungsgeschichte der Gasstraßenbahnen entführt Sie der Autor Dietmar Höse in die Zeit des technischen Aufbruchs am Ende des 19. Jahrhunderts, in eine Welt, in der die sich später ausprägende Dominanz der Elektrizität gegenüber anderen Formen der Kraft- und Energieerzeugung keineswegs absehbar war. Die Steinkohlengasindustrie besaß in Europas Städten eine große Lobby, da sie seit Jahrzehnten das Monopol für Beleuchtung und Heizung für sich vereinnahmt hatte. Die Patentämter der prosperierenden Industrienationen quollen über mit Erfindungen zur Mechanisierung von Prozessen aller Art. Auch im städtischen Verkehr war die Frage des motorischen Antriebs zur Ablösung der Pferdetraktion keineswegs geklärt. Pneumatische Systeme und der althergebrachte Dampfmotor standen mit verschiedenen Varianten in harter Konkurrenz zu dem immer geeigneter erscheinenden Elektroantrieb, als die Erfindung des Verbrennungsmotors eine weitere Alternative bot. Kaum jemand erinnert sich heute noch an den Maschinenfabrikanten Wilhelm Oskar Blessing, an den Aufbereitungsingenieur Friederich Carl Heinrich Lührig oder die Zivilingenieure Henry Percy Holt sowie William Meischke- Smith. Doch um das Jahr 1890 hatten diese Männer eine gemeinsame Vision, die für kurze Zeit die Aufmerksamkeit der verkehrstechnischen Fachwelt auf sich zog. Sie fassten den Entschluss, dem Weg des großen Vorbildes Dampfmaschine zu folgen und den von Nicolaus August Otto entwickelten 4- Takt- Gasmotor auf Schienen zu stellen, um ihn bei der anstehenden „Mechanisierung“ der Straßenbahnen nutz- und gewinnbringend einzusetzen.

Dieses Buch deckt auf, welche Schwierigkeiten sich den Erfindern entgegenstellten, welche Rolle die Steinkohlengasindustrie bei der Vermarktung der Pionierleistung spielte und wie die elektrische Konkurrenz auf den alternativen Antriebsmotor reagierte. Dabei ist es mit Hilfe von tiefgründiger und umfassender Recherche gelungen, eine Vielzahl bisher unbekannter Fakten über in Vergessenheit geratene Aspekte der Entwicklungsgeschichte der Gas- Traktion ans Tageslicht zu befördern. Das Puzzle der über den ganzen Erdball verstreuten und nun zusammengefügten Archivalien führt den Leser auf der Spur der Gasbahnen aus Deutschland heraus und über die Niederlande, Polen, Frankreich, Russland, Spanien sowie Großbritannien, einschließlich der britischen Kolonien, bis nach Nordamerika. Große Namen der Gas- Industrie wie Wilhelm von Oechelhaeuser oder Corbet Woodall kommen hierbei ebenso ins Spiel wie die der Wissenschaftler und Professoren Adolf Karl Heinrich Slaby und Alexander Blackie William Kennedy. Besonderes Interesse werden auch die Bezüge erwecken, welche die Techniker und Unternehmer Lucien Alphonse Legros, Max Tippmann und Hugo Junkers mit der Gasstraßenbahnthematik verband. Durch Auswertung wiederaufgefundener technischer Zeichnungen, Notizen und Patente ist es gelungen, viele der in der Konstruktion versuchten und beim Bau der Gas-Straßenbahnen beschrittenen Wege zu entschlüsseln und zu dokumentieren. Die auf der Suche nach einem optimalen Kraftübertragungssystem gefundenen Lösungsansätze werden detailliert vorgestellt und vermitteln dem technisch interessierten Straßenbahnenthusiasten bemerkenswerte Erkenntnisse. Das Besondere dieses Buches besteht aber unter anderem auch darin, in verschiedenen Orten und Ländern angesiedelte Gasstraßenbahn-Episoden nicht nur aufzubereiten, sondern über ihre historisch vorhandenen Bezüge wieder miteinander zu verknüpfen. Die zahlreich verwendeten Zitate aus zeitgenössischen Quellen versetzen den Leser in die Gedankenwelt der damaligen Zeit und vermitteln ein realistisch empfindbares Zeitkolorit. Trotz unterschiedlichster lokaler Gegebenheiten zeichnen sich aufgrund des gemeinsam gelebten Traumes von der Gasstraßenbahn in den weltumspannenden Geschichten deutliche Parallelen ab. Der Aufschwung und Niedergang der Gasstraßenbahnen von Dresden, Dessau, Charlottenburg, Mannheim, Hirschberg, Paris, Blackpool, Manchester, Neath, Den Haag, Amsterdam und St. Petersburg stellt wie die Analyse der zahlreichen in-und ausländischen Projekte in 51 Kapiteln auf 1020 Seiten nicht nur für die jeweiligen Lokal- Historiker eine Fundgrube dar, sondern bietet allen Freunden außergewöhnlicher „exotischer“ Schienenfahrzeuge ein Kompendium, dass es in dieser Form und diesem Umfang bisher nicht gegeben hat.


ISBN-13: X-1000
Schriftenreihe: Nein
Erscheinungsjahr: 2016
Verlag: Eigenverlag
Ausgabe: Dies Auflage erscheint im Eigenverlag des Autors. Wir leiten Ihre Bestellung weiter.
Umfang / Format: 1020 Seiten, mit über 350 historische Fotos, Zeichnungen und Plänen, Format A4, Hardcover
Medium: Buch

Aus dem Inhalt

  • 1. Der Höhenflug des mechanischen Antriiebs
  • 2. Die ersten Versuche mit gasbetriebenen Bahnen - das System von John Danks und Benjamin Barnes
  • 3. Die Gasmotorlokomotiven des John Storer Connelly
  • 4. Experimente in Europa
  • 5. Die Ideen der Herren Francis William Crossley und Henry Percy Holt in Manchester
  • 6. Der Ingenieur Wilhelm Oskar Blessing und Versuche in Anger bei Leipzig
  • 7. Die „Deutsche Gaslokomotiven- Fabrik“ in Löbtau bei Dresden und der Krieg der Erfinder
  • 8. Carl Lührig’s Fabrik und die Motorwagen- Gesellschaft “System Lührig“
  • 9. Lührig und die „Deutsche-Continental-Gas-Gesellschaft“ in Dessau
  • 10. Das realisierte Gasstraßenbahnprojekt System Lührig in Croydon
  • 11. Der reguläre Gasmotorwagenbetrieb in Dresden und die Aktivitäten der Gas Traction Company Ltd.
  • 12. Das Projekt Dessau und die erste ausschließlich mit Gasmotoren betriebene Straßenbahn der Welt
  • 13. Die Eröffnung der Dessauer Gasmotorenbahn und ungeahnte Resonanzen
  • 14. Gespaltene Lager der Traktionen, ein Wettlauf der Systeme beginnt
  • 15. Die Anfänge der „Deutschen Gasbahngesellschaft Dessau“ und ihr Kampf gegen die Elektrizität
  • 16. Anlaufende Projektierung in Dessau, ein geheimnisumwittertes Gasbahnprojekt im Elbsandsteingebirge und das Problem mit der schmalen Spur
  • 17. Der Einstieg des Baurates Wilhelm Hostmann und Projekte vom Elsass über Ostpreußen bis zur Habsburger Monarchie
  • 18. Die Deutsche Gasbahn- Gesellschaft als Fertigungs- und Entwicklungsanstalt und der Einfluss des Zivilingenieurs Hugo Junkers
  • 19. Die Gasmotorenfabrik Deutz und ihr wachsendes Interesse an der Entwicklung von Gasbahnfahrzeugen
  • 20. Die Deutsche Gasbahn- Gesellschaft Dessau als Unternehmensgesellschaft - Versuche in Charlottenburg, Mannheim und Ludwigshafen
  • 21. Das „Hirschberger Thalbahn-Projekt“, die große Hoffnung der Deutschen Gasbahngesellschaft Dessau
  • 22. Die „Hirschberger Thalbahn- Gesellschaft m.b.H.“ und ein misslungener Start
  • 23. Die Eröffnung der Hirschberger Thalbahn und das strenge Regime des Julius Scheringer
  • 24. Gasbahnbetrieb im Hirschberger Tal im Kampf gegen technische Probleme und Naturkatastrophen
  • 25. Ein letzter Rettungsversuch der Deutschen Gasbahngesellschaft Dessau und der Einsatz von Gaslokomotiven
  • 26. Der Rückzug der Deutschen Gasbahngesellschaft Dessau und das Auslaufen des Gasbetriebes in Hirschberg
  • 27. Querelen bei der Dessauer Straßenbahn und der von der Deutschen Gasbahngesellschaft Dessau zur Reformierung der Gasbahntechnologie beschrittene Weg
  • 28. Zwei Dessauer Gasbahnunternehmungen und die mit der Lokomotiventwicklung verbundenen Hoffnungen
  • 29. Das durch ausstehendes britisches Kapital forcierte Ende des Gasbetriebes bei der Dessauer Straßenbahn
  • 30. Die „Maastrichtsche Tram“ und die Sorgen des Jozef Bauduin, erste niederländische Gasbahn-Inspirationen und das Auftreten des Ingenieurs William Meischke-Smith
  • 31. Ein britischer Gasmotorwagen in Amsterdam, die Pläne der „Gas Traction Company Ltd. Department Netherland and Colonies“ sowie anderer Investoren und das Gasbahn-Desaster in Maastricht
  • 32. Gasautomobile für Tramways in Paris - Erste internationale Erfolge der Gas Traction Company
  • 33. Versuche in St. Petersburg und Kopenhagen sowie die Eröffnung des ersten regulären Gasbahnbetriebes auf der britischen Insel, der Küstenstraßenbahn zwischen Blackpool und St. Anne’s on Sea
  • 34. Der Kontrakt der „British Gas Traction Company, Ltd.“ mit der „Blackpool, St. Anne’ s and Lytham Tramways Company“ und eine Streckenverlängerung bis Lytham
  • 35. Die Konkurrenz der Traktionen in Blackpool und eine gescheiterte freiwillige Liquidation
  • 36. Die Vermarktungsbemühungen auf der britischen Insel und begrenztes Interesse in Rhyl, Birmingham, Glasgow, Sheffield und Belfast
  • 37. Probefahrten in Swansea und Ipswich und kurz vor dem Abschluss stehende Verträge
  • 38. Gasbahnpläne für London und der verzweifelte Kampf der British Gas Traction Company
  • 39. Eine Pressedebatte in Cardiff und die Bemühungen des Stadtrates T. Windsor Jacobs
  • 40. Das gescheiterte Kleinbahnprojekt in Devonshire und Gasbahnideen für die britischen Kolonien, Kalkulationen für eine städtische Gas-Straßenbahn Dunedin
  • 41. Querelen um eine gasbetriebene Kleinbahn im Westen von Manchester, die British Gas Traction Company im Interessenkonflikt mit Advokaten und Grundstücksmaklern
  • 42. Die Gas- Straßenbahn im Trafford Park und die Verdienste des Betriebsleiters Walter Henry Gaunt
  • 43. Die vergeblichen Bemühungen des Ingenieurs Lewis Slattery und das Scheitern des Gasbetriebes auf der Strecke zwischen Blackpool und Lytham
  • 44. Die städtischen Gasstraßenbahnen von Neath in Wales
  • 45. Gasbetrieb zwischen Briton Ferry und Skewen ohne die Interstützung der British Gas Traction Company, Ltd.
  • 46. Aufbruchstimmung in den Niederlanden
  • 47. Der halbjährige, reguläre Gasbahnbetrieb auf der „Westland‘schen Stoomtram“ und eine enttäuschende Resonanz
  • 48. Der letzte Gasmotorwagen der Deutschen Gasbahngesellschaft Dessau und die Patente der Traction Development Company, Ltd.
  • 49. Die Odyssee der Gasstraßenbahn System Meischke- Smith und das Ende der britischen Gasbahngesellschaften
  • 50. Ernüchtertes Erwachen, verspekuliertes Vermögen und Aufbruch zu neuen Zielen
  • 51. Ein Erbe der Gasmotorstraßenbahnen- die Motorlokomotiven der Gasmotorenfabrik Deutz
  • Index
  • Aus den Biographien einiger Gasstraßenbahnpioniere
  • Chronologische Statistik der Gasstraßenbahnfahrzeuge

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